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Butterpilze (Schwangerschaft): Lösen sie Verdauungsbeschwerden aus?

Obwohl Butterpilze (Suillus luteus) sonst sehr beliebt sind, solltest du während der Schwangerschaft möglichst ganz auf Butter-Röhrlinge verzichten. Wieso du die leckeren Pilze erst einmal aus deiner Ernährung streichen solltest, erfährst du in unserem Ratgeber-Artikel.

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Ist der Verzehr von Butterpilzen für Schwangere gefährlich?

Die beliebten Speisepilze sind nicht giftig, trotzdem ist beim Verzehr Vorsicht geboten. Da man sie im Wald sammeln kann, werden sie auch Waldpilze genannt. Sie gehören zu den Schmierröhrlingen, welche unerwünschte Verdauungsbeschwerden auslösen können. Rohe Waldpilze können außerdem mit Toxoplasmose-Erregern belastet sein und so dem ungeborenen Kind schaden.

Noch ein wichtiger Grund, wieso Schwangere Butterpilze und andere Waldpilze besser meiden sollten, ist die erhöhte Quecksilbermenge, die der Pilz in seiner Pilzkappe speichert. Wegen der Umweltgifte, die in dem Butterröhrling gelagert werden, raten wir dir unbedingt dazu, auf andere Pilzsorten wie Champignons oder Austernpilze zu setzen. Diese gehören zu den sogenannten Zuchtpilzen und dürfen in der Schwangerschaft auch weiterhin verzehrt werden.

Tipp: Auch von getrockneten, eingefrorenen und Waldpilzen aus der Dose sollte man besser die Finger lassen.

Diese wichtigen Vitamine sind in Butterpilzen enthalten

Der leckere Pilz enthält vor allem essenzielle Vitamine, die während der Schwangerschaft wichtige Funktionen deines Körpers unterstützen. Der Butterröhrling ist ein ausgezeichneter Vitamin B5-Lieferant und eine gute Quelle für Biotin. Beide sind für werdende Mütter wichtig, weshalb man unbedingt einem Mangel vorbeugen sollte.

Auch Vitamin D ist in Butterpilzen enthalten. Es unterstützt den Knochenaufbau sowie die Nerven- und Muskelfunktion deines Babys. Außerdem schützt es euch vor gefährlichen Infektionen. Da davon abgeraten wird, dass schwangere Frauen Butterpilze essen, solltest du zu anderen guten Quellen für die genannten Vitamine greifen.

Pilze richtig putzen – in der Schwangerschaft musst du noch gründlicher sein

Wenn du in Erwägung ziehst, Butterpilze doch zu essen, spreche es am besten zuerst mit deiner Hebamme oder deinem Arzt ab. Den Butterpilz sollte man zubereiten und essen, solange er noch frisch ist, denn er verdirbt sehr schnell. Ziehe ihm vor dem Verzehr die Huthaut ab und putze ihn sehr gründlich mit einer Bürste. Wenn du ihn gebraten genießen möchtest, achte darauf, dass er für mindestens 15 Minuten in der Pfanne gart.

Wichtiger Hinweis: Wenn du dich mit den einzelnen Pilzsorten nicht so gut auskennst, solltest du sie keineswegs allein im Wald sammeln gehen. Beachte, dass viele Pilze giftige Doppelgänger haben, die sogar lebensgefährlich sein können.

Fazit: Sollten Schwangere ganz auf Butterröhrlinge verzichten?

Obwohl Butterpilze essbar sind und wichtige Vitamine enthalten, raten wir davon ab, sie während der Schwangerschaft zu essen. In den Pilzen lagern sich nämlich Umweltgifte ab, die deinem ungeborenen Kind schaden können. Wähle deine Lebensmittel besonders vorsichtig aus, achte auf eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft und verzichte auf alles, was für dich und dein Baby nicht gesund ist.

Wenn du auf Pilze aber auf keinen Fall verzichten möchtest, bietet sich die Möglichkeit, zu schmackhaften Zuchtpilzen wie Austernpilzen oder Champignons zu greifen. Achte darauf, dass du die Pilze gründlich putzt, bevor du sie zubereitest.

Geschrieben von

Julia
Julia
Hebamme

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