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Milchprodukte in der Schwangerschaft – so wichtig sind sie für dich

In der Schwangerschaft achten werdende Mütter mehr auf eine ausgewogene Ernährung, zu der auch Milchprodukte gehören sollten. Sie sind gute Kalziumlieferanten und wichtig für die gesunde Entwicklung deines Babys. So kannst du durch nur ein Glas Milch knapp ein Viertel des täglichen Kalziumbedarfs decken. Wer lieber Joghurt mag, kann Milch ruhig durch Joghurt ersetzen.

Doch Vorsicht: Nicht alle Lebensmittel dieser Kategorie können in der Schwangerschaft bedenkenlos verzehrt werden.

Unsere Momallie Kurse bieten dir eine Begleitung für jede Phase von der Schwangerschaft bis zum ersten Babyjahr. Ist auch für dich das Richtige dabei?

So nährstoffreich sind Milchprodukte für Schwangere

In der Schwangerschaft erhöht sich dein Nährstoffbedarf, weshalb du auf eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung setzen solltest. In Milchprodukten stecken wichtige Nährstoffe, die du in der Schwangerschaft unbedingt benötigst. Wir geben dir einen Überblick über die wichtigsten Nährstoffe, die du durch den Verzehr von Milchprodukten zu dir nehmen kannst:

Vitamin A: Vorsicht! Erst ab dem 4. Schwangerschaftsmonat brauchen Schwangere eine höhere Tagesdosis von ungefähr 1,1 Milligramm Vitamin A. Eine Überdosierung in der frühen Schwangerschaft, also vor dem 4. Monat, kann zu Fehlbildungen bei dem ungeborenen Baby führen. Dieses Vitamin fördert eine gesunde Entwicklung des Kindes, stärkt das Immunsystem und trägt zur guten Augenfunktion bei.

Riboflavin: Für eine gute Funktion des Körpers ist eine ausreichende Menge an Vitamin B2 notwendig. Vitamin B2 beteiligt sich am Stoffwechsel und fördert die Entgiftung des Körpers. Der Verzehr von Milchprodukten kann dir dabei helfen, den Tagesbedarf an Riboflavin zu decken. Achte darauf, einem Mangel vorzubeugen, denn dieser kann sogar zu Missbildungen bei deinem Kind führen.

Vitamin B6: Es stärkt das Immunsystem des Körpers und unterstützt die Bildung der roten Blutkörperchen, was besonders für Schwangere wichtig ist. Einige Studien haben bestätigt, dass Vitamin B6 Einfluss auf die Stärke der Schwangerschaftsübelkeit hat. Ein höherer Vitamin B6-Spiegel kann diese Schwangerschaftsbeschwerden signifikant lindern.

Vitamin B12: Das ist ein essenzielles Vitamin, das für die Gesundheit von Nervenzellen mitverantwortlich ist. Ein Mangel könnte zu neurologischen Störungen bei dem Baby führen, also solltest du es vor einem Mangel unbedingt schützen.

Vitamin D: Ein Mangel an Vitamin D kann zu Frühgeburten oder Schwangerschaftsdiabetes führen. Trotzdem solltest du vor einer zusätzlichen Einnahme zuerst mit deinem Arzt sprechen. Von ihm erfährst du, welche Dosis für dich am sinnvollsten ist.

Kalzium: Sowohl Milch als auch Joghurt werden dich mit einer großzügigen Portion Kalzium versorgen. Während der Schwangerschaft benötigt dein Körper mehr Kalzium als sonst. Es unterstützt die Entwicklung von Knochen und Zähnen deines Babys und hat eine entzündungshemmende Wirkung. Ein Mangel an Kalzium kann zur verringerten Knochendichte bei dir und deinem ungeborenen Kind führen. Daher solltest du unbedingt auf kalziumreiche Ernährung setzen.

Aminosäuren: Sie sind für das Wachstum des Babys unverzichtbar. Eine proteinreiche Ernährung ist für dich und dein Kind sehr wichtig. magerer Speisequark ist als eine richtige Proteinbombe bekannt und daher bei Schwangeren die erste Wahl, um den Proteinbedarf zu decken. Proteine verleihen dir in der Schwangerschaft einen zusätzlichen Energieschub, wodurch du dich fitter fühlen wirst.

Tipp: Bei veganer Ernährung solltest du dich in der Schwangerschaft von einem Experten beraten lassen, um alle essenziellen Mineralstoffe und Vitamine in ausreichenden Mengen zu dir zu nehmen. Durch eine gesunde Ernährung unterstützen werdende Mamas die Entwicklung des neuen Lebens, das in ihrem Bauch wächst. Bei einer Laktoseintoleranz sollte man zu laktosefreien Produkten greifen.

Rohmilchprodukte­ – wieso du sie in der Schwangerschaft meiden solltest

Mit Rohmilch ist Milch, die nicht hitzebehandelt und auch nicht anderweitig bearbeitet wird, gemeint. Leider werden dadurch einige Mikroorganismen nicht abgetötet. Diese können sich in der Rohmilch schnell vermehren. Die sogenannten Listerien sind Bakterien, die eine gefährliche Infektion verursachen können, die Listeriose.

Du solltest wissen, dass Schwangere viel anfälliger gegenüber Listerien sind als nicht schwangere Frauen. Die Folgen der Infektion sind für das Baby schwerwiegend.

So kann sie zur Frühgeburt oder sogar Totgeburt führen. Bei Babys, die die Geburt überstehen, können ungefähr vier Wochen danach erste Anzeichen für eine Hirnhautentzündung auftreten, zu denen auch Krampfanfälle gehören.

Leider sind Listerien nicht die einzigen Krankheitserreger, die durch den Konsum von nicht ausreichend erhitzten Lebensmitteln übertragen werden. Schwangere sollten sich vor einer Infektion mit Toxoplasmose in Acht nehmen. Die Parasiten können auf dein ungeborenes Baby übertragen werden und Missbildungen verursachen.

Einige Frauen im gebärfähigen Alter haben bereits Antikörper gegen Toxoplasmen entwickelt. Das liegt daran, dass sich viele mit der Krankheit unbemerkt infizieren. Wenn eine schwangere Frau bereits infiziert war, besteht in der Regel auch keine Gefahr für eine Neuinfektion und somit ist das Kind auch geschützt. Es wäre ratsam, sich auf Toxoplasmose testen zu lassen, um zu prüfen, ob man bereits immun gegen diese Krankheit ist.

Am besten ist es, aus Rohmilch hergestellte Lebensmittel zu meiden und auf pasteurisierte Milchprodukte zurückzugreifen. Du kannst dich bei deinem Einkauf vom Fachpersonal beraten lassen und nachfragen, welche Produkte aus pasteurisierter Milch hergestellt werden und somit sicher für dich und dein Baby sind.

Weitere Milchprodukte in unserem Lebensmittel-Ratgeber sind zum Beispiel:

Sind fettarme Milchprodukte die bessere Variante?

Selbstverständlich ist es empfehlenswert, dass auch Schwangere Fette zu sich nehmen. Damit sollte man aber auch nicht übertreiben. Obwohl Schwangere ab dem zweiten Trimester etwas mehr Kalorien brauchen, erhöht sich der Bedarf an Kalorien in der Schwangerschaft nicht drastisch.

Natürlich darfst du in Maßen auch Milchprodukte mit mehr Fettgehalt verzehren, da diese auch mehr gesunde Omega-3-Fettsäuren enthalten als fettarme Produkte. Es gibt jedoch Lebensmittel, die äußerst reich an Omega 3 sind, wie beispielsweise Lachs. Darum gibt es keinen Grund, nur kalorienreiche Milchprodukte zu essen. Stattdessen sollte man zu fettarmen Milchprodukten greifen.

Vegane Schwangerschaft– Nährstoffbedarf ohne tierische Lebensmittel decken

Eine vegane Ernährung ist auch für Schwangere geeignet. Wichtig ist nur, sich an eine vollwertige und richtige Ernährung zu halten. Aus diesem Grund wäre es besonders wichtig, einen gezielten Lebensmittelplan zu erstellen, am besten zusammen mit einem Experten. Dies ist besonders im dritten Trimester zu beachten, da sich der Kalorienbedarf erhöht.

Da Schwangere, die sich vegan ernähren, keine Milch zu sich nehmen, müssen sie andere Alternativen finden, um die Zufuhrempfehlung von knapp 1000 mg Kalzium zu erreichen. Die empfohlene Tagesdosis kannst du am einfachsten erreichen, indem du kalziumreiches Mineralwasser trinkst und Gemüse, wie zum Beispiel Brokkoli oder Grünkohl, isst.

Tipp: Auch wenn du keine Milch oder kein Fleisch zu dir nimmst, kannst du mit den richtigen Lebensmitteln trotzdem deinen Nährstoffbedarf decken. Außerdem solltest du wissen, dass die Einnahme von fünf kleinen Mahlzeiten täglich sehr gesund ist. Dadurch wird der Stoffwechsel angeregt.

Noch nicht das Passende gefunden? In unserem Lebensmittel-Ratgeber erhältst du Infos über viele weitere Milchprodukte:

Geschrieben von

Julia
Julia
Hebamme

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