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Bedürfnisse deines Babys – das brauchen Säuglinge

Bedürfnisse deines Babys – das brauchen Säuglinge

Jasmin
Hebammenwissen von: Jasmin
Lesedauer: 4 min.

Babys benötigen, gerade im ersten Jahr, ein besonders hohes Maß an Aufmerksamkeit. Für junge Mütter und Väter ist das oftmals überfordernd, denn sie können die Bedürfnisse des Babys oft noch nicht einschätzen. Dazu schon einmal vorweg: Das meiste davon werdet ihr mit der Zeit lernen.

Babys benötigen, gerade im ersten Jahr, ein besonders hohes Maß an Aufmerksamkeit. Für junge Mütter und Väter ist das oftmals überfordernd, denn sie können die Bedürfnisse des Babys oft noch nicht einschätzen. Dazu schon einmal vorweg: Das meiste davon werdet ihr mit der Zeit lernen.

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Besonders das erste Kind ist häufig eine Herausforderung – doch ihr werdet euch schon bald besser kennenlernen. Dann wird es einfacher, euer Baby zu verstehen. Um auch für die erste Zeit schon einen kleinen Leitfaden zu haben, möchten wir euch in diesem Artikel ein paar Hinweise zu den Bedürfnissen eures Babys mit auf den Weg geben.

Denkt jedoch immer daran, dass auch Neugeborene schon sehr individuell sind. Es kann also sein, dass manche Tipps euch nicht so gut weiterhelfen, andere dafür umso besser. Testet einfach ein wenig und findet gemeinsam heraus, was ihr braucht.

Hunger beim Baby besser erkennen

Wenn ein Säugling Hunger hat, dann sendet er ganz spezifische Zeichen. Dies kann zum Beispiel ein geöffneter Mund sein oder er fährt sich mit der Zunge über die Hand. Es ist wichtig, dass du deinem Kind schon bei solch frühen Anzeichen Nahrung anbietest. Normalerweise ist das Schreien erst die letzte Möglichkeit, die Babys nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen. Die Unruhe ist dabei aber meistens schon so groß, dass das Stillen oder Fläschchen geben erschwert wird.

Tipp: Wir haben in einem Extra-Artikel noch mehr Hinweise zu den gängigsten Hungeranzeichen beim Baby für dich gesammelt.

Beim Stillbeginn wirst du vielleicht feststellen, dass dein Kind sehr häufig Zeichen von Hunger zeigt. Das ist aber ganz normal. Durch ihren kleinen Magen können Neugeborene noch nicht so viel Nahrung auf einmal zu sich nehmen. Das sorgt dafür, dass sie meistens schon nach circa zwei bis vier Stunden wieder auf sich aufmerksam machen. Während eines Wachstumsschubes kann es auch mal häufiger sein.

Artikel Empfehlung
Ernährung in der Stillzeit – Tipps und Tricks

Babyschlaf – Zeichen, dass dein Kind müde ist

Müdigkeit erkennst du ebenfalls an verschiedenen Zeichen. Gut zu erkennen sind vor allem ein entspannter Körper oder zufallende Augen. Erhält ein Neugeborenes bei solchen Anzeichen nicht die nötige Ruhe, so beginnt es zu quengeln oder zu weinen. Auch hier ist es gut, das Bedürfnis schnell zu befriedigen. Denn wenn dein Kind schreit, kann es bereits weniger gut einschlafen – was es wiederum noch unzufriedener macht.

Ungefähr zwei Stunden nach dem letzten Schläfchen kannst du bereits wieder damit rechnen, dass dein Kleines müde wird. Als Schlafposition ist die Rückenlage zu empfehlen – diese ist am sichersten. Achtet darauf, möglichst keine weiteren Gegenstände mit im Kinderbett liegen zu haben. Wir empfehlen euch einen Schlafsack ohne zusätzliche Decke. Ein Kopfkissen braucht ihr nicht. Gerade in den frühen Monaten bietet es sich auch an, das Babybett mit in eurem Schlafzimmer stehen zu haben. Eure Nähe vermittelt ein Gefühl von Sicherheit und hilft daher beim Einschlafen.

Windeln wechseln: Hinweise zum Wickeln

Das Wickeln ist ebenfalls ein großes Thema für frisch gebackene Eltern. Leider ist manchmal nicht ganz so gut zu erkennen, wann eine neue Windel fällig ist. Denn nicht alle Kinder schreien bei nassen Windeln. Schaut daher regelmäßig nach, ob ihr die Windel wechseln solltet. Für Urin helfen spezielle Streifen, die es mittlerweile bei vielen Wegwerfwindeln gibt: Diese verfärben sich, sobald sie mit Urin in Kontakt kommen. Bei Stuhlgang könnt ihr ganz klassisch den Geruchstest nutzen.

Tipp: Innerhalb von 24 Stunden sollte euer Kleines circa 6–8 Mal neu gewickelt werden.

Weitere Bedürfnisse deines Babys

Neugeborene haben noch weitere Bedürfnisse, die es sich zu verstehen lohnt. Dazu gehören:

  • Temperatur: Du solltest regelmäßig testen, ob deinem Kleinen zu warm oder zu kalt ist. Dafür legt man einfach einen Finger in den Nacken: Ist die Haut kalt, dann solltest du deinem Baby mehr Kleidung anziehen. Ist sie heiß und feucht, dann ist es zu warm. Beim Waschen und Wickeln sollten die Fenster geschlossen sein. Wir empfehlen dir auch eine Wärmelampe für den Wickelplatz.
  • Gesundheit: Natürlich ist es ebenfalls wichtig, dass dein Baby gesund ist. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Kleines krank ist, dann solltest du besser den Arzt oder die Hebamme um Rat fragen. Ansonsten ist es wichtig, zu den einzelnen U-Untersuchungen zu gehen. Hier werden Auffälligkeiten schnell erkannt und können somit effektiver behandelt werden.
  • Bequemlichkeit: Juckende Etiketten oder ähnliches sind auch für Babys unangenehm. Es kann sein, dass dein Baby dadurch anfängt zu schreien. Achte daher auf bequeme Kleidung und teste ab und zu mal, ob dein Kleines gemütlich liegt. Dazu gehört auch genügend Bewegungsfreiheit.
  • Nähe: Die Nähe der Eltern bietet einem Kind eine enorme Sicherheit. Vor allem Körper- und Blickkontakt sind hier wichtig. Beschäftige dich aktiv mit deinem Kind und nimm dir ausreichend Zeit für das Bonding. Ein Tragetuch ist ebenfalls praktisch, um ein hohes Gefühl von Nähe zu vermitteln.
  • Beschäftigung: Ja, auch Babys kann langweilig werden. Sie interessieren sich vor allem für Bewegung oder Geräusche. Dazu kannst du zum Beispiel etwas Musik spielen oder deinem Kind vorsingen.
  • Ruhe: Sorge für einen guten Ausgleich zwischen Beschäftigungs- und Ruhephasen. Ist dein Baby zu vielen Reizen ausgesetzt, dann kann es schneller unruhig werden.
  • Sichere Abläufe: Damit ist gemeint, dass du für dein Kind zuverlässig da sein solltest. Stille es, wenn es Hunger hat und lege es hin, wenn es müde wird.
  • Schmerzen: Natürlich können auch Schmerzen ein Auslöser für Unruhe oder Schreien sein. Schau nach, ob du die Ursache erkennen kannst und frage im Zweifelsfall bei deiner Hebamme oder deinem Arzt nach.
FAZIT

Warum weint mein Baby?

Weinen kann im Grunde auf alle oben genannten Bedürfnisse zurückzuführen sein. Mit etwas Übung wirst du die kleinen Unterschiede leichter sehen können. Besonders am Anfang braucht ihr jedoch erst einmal Zeit, um euch besser kennenzulernen. Nimm dir dafür viel Ruhe und sei nicht so streng mit dir, wenn mal etwas nicht funktioniert. Das ist vollkommen normal – schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

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