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Schwangerschaftsvorsorge – die Untersuchungen im Überblick

Bei den Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft wird regelmäßig nachgeschaut, dass alles so verläuft, wie es sollte. Die Kontrollen können entweder durch deine Hebamme oder deinen Gynäkologen durchgeführt werden. Auch eine Kombination aus Hebammenvorsorge und Terminen beim Frauenarzt ist möglich. Allerdings können die Ultraschalluntersuchungen nur beim Frauenarzt gemacht werden. Wir geben dir hier einen Überblick über die verschiedenen Untersuchungen.

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Was ist die Schwangerenvorsorge?

Bei der Schwangerschaftsvorsorge werden verschiedene Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung angewandt. Dadurch kann sichergestellt werden, dass mögliche Schwierigkeiten so schnell wie möglich erkannt werden. Unter anderem gibt es regelmäßige Blutuntersuchungen oder Beratungen. Es wird geprüft, wie das ungeborene Kind im Bauch liegt, wie sich die Gebärmutter entwickelt und wie der Muttermund aussieht.

Mutterpass bei der ersten Vorsorgeuntersuchung

Den Mutterpass erhältst du beim ersten Vorsorgetermin. In diesem werden alle Informationen eingetragen, die für die Geburt wichtig sein könnten. Zum Beispiel führt der Arzt oder die Hebamme hier alle Blutuntersuchungen auf. Den Mutterpass musst du später zur Entbindung oder zum Kaiserschnitt mitbringen. Auch sonst solltest du ihn während der Schwangerschaft immer mit dabeihaben.

Übrigens: In Österreich wird der Mutterpass als Mutter-Kind-Pass bezeichnet.

Im Mutterpass werden außerdem der Geburtstermin oder deine Vorerkrankungen festgehalten. So kann im Notfall schnell nachgeschaut werden, welche Besonderheiten es bei dir und deinem Baby gibt. Gleichzeitig hält dein Arzt oder deine Hebamme eure Beratungsgespräche fest. Es wird also dokumentiert, ob du zum Beispiel schon zum Thema Reisen informiert worden bist.

Untersuchungen sind für Schwangere und werdende Eltern nicht nur aus medizinischen Gründen wichtig, sondern auch aus psychologischer Sicht sinnvoll. Die Sicherheit ihres Kindes liegt den Eltern sehr am Herzen. Auch bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft möchten die meisten durch zusätzliche Untersuchungen in regelmäßigen Abständen sicherstellen, dass es dem Baby während jeder Schwangerschaftswoche gut geht. Für werdende Mütter und Väter ist es eine aufregende Zeit, die sie während der Schwangerschaft erleben. Daher ist es nur verständlich, dass Eltern alles richtig machen und bei jedem Schritt auf Nummer sicher gehen möchten.

Schwangerschaftsvorsorge: der typische Ablauf

Bei jedem Termin werden zunächst bestimmte Werte gemessen, um zu prüfen, ob deine Schwangerschaft normal verläuft. Dazu gehört dein Blutdruck oder das Gewicht. Darüber hinaus werden durch Abtasten der Gebärmutterstand und die Kindslage festgestellt. Du gibst außerdem eine Urinprobe ab und die Herztöne deines Babys werden abgehört. Durch diese regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen kann schnell festgestellt werden, wenn etwas nicht so läuft wie es sollte.

Tipp: Die Vorsorgetermine dienen nicht nur der körperlichen Untersuchung. Sie sollen gleichzeitig eine Beratung darstellen, damit du mit Fragen und Unsicherheiten nicht allein bist.

Blutuntersuchungen in der Schwangerschaft

Die medizinische Vorsorge beinhaltet unter anderem umfangreiche Bluttests. Hier erfährst du zu Beginn erst einmal deine Blutgruppe. Ansonsten wird zum Beispiel regelmäßig der Eisenwert oder manchmal die Schilddrüsenwerte geprüft. Zudem gibt es Tests auf Röteln, HIV (HIV-Test nicht nur bei einem begründeten Verdacht einer HIV-Infektion), Hepatitis B, Toxoplasmose und andere Krankheiten wie CMV.

Die drei Ultraschalluntersuchungen

In der Schwangerschaft ist es empfohlen, dreimal einen Ultraschall (Basis-Ultraschalluntersuchung) durchzuführen. Das ist jedoch nur bei deinem Gynäkologen möglich, nicht bei der Hebamme. Den ersten Ultraschall machen Ärzte meistens in der 9. bis 12. SSW. Hier wird ein vorläufiger Entbindungstermin errechnet. Weitere Untersuchungen bzw. zusätzliche Ultraschalluntersuchungen und ärztliche Behandlungen zur frühzeitigen Erkennung von Komplikationen bei schwangeren Frauen folgen.

Mit dem zweiten Ultraschall, welcher ein bisschen größer ist, können auch die Organe des Babys angeschaut werden. Der Arzt kann dabei feststellen, ob alles gesund entwickelt ist und ob es genug Fruchtwasser gibt. Außerdem gibt das Screening Aufschluss über Auffälligkeiten und damit über mögliche Krankheiten. Das zweite Screening findet zwischen der 19. und der 23. Woche statt.

Beim dritten Screening wird geschaut, ob sich das Baby zeitgemäß entwickelt hat und ob das Fruchtwasser in Ordnung ist. Auch die Lage wird noch einmal geprüft. Das dritte Screening wird zwischen der 29. und 32. SSW durchgeführt.

Weitere Vorsorgeuntersuchungen im Überblick

Zusätzlich zu den bisher aufgeführten Behandlungen kommen noch ein paar weitere Methoden in der Schwangerschaftsvorsorge zum Einsatz. Dazu gehört zum einen das Feststellen von Krankheiten über Vaginalabstriche. Hierbei können zum Beispiel Chlamydien oder Streptokokken der Gruppe B erkannt werden.

Über einen Glukosetoleranztest kann der Arzt oder die Hebamme erkennen, ob du eine Schwangerschaftsdiabetes entwickelt hast. Dieser wird im späten 2. Trimester oder im frühen 3. Trimester durchgeführt.

Ab der 32. Woche kommt zudem das CTG zum Einsatz. Damit werden die Herztöne des Babys und später die Wehen aufgezeichnet. Es wird auch unter der Geburt verwendet, um mögliche Komplikationen schnell zu erkennen.

So oft musst du zur Schwangerschaftsvorsorge

Zunächst finden die Untersuchungen alle vier Wochen statt. Ab der 32. SSW solltest du alle zwei Wochen zur Kontrolle gehen. Ist das Baby am Geburtstermin noch nicht auf der Welt, findet die Vorsorgeuntersuchung alle zwei Tage statt. Für die Vorsorgeuntersuchungen darfst du der Arbeit bezahlt fernbleiben. Lass dir dafür beim Arzt oder der Hebamme eine Bescheinigung ausstellen.

Allerdings musst du dich dabei an den betrieblichen Interessen orientieren. Teile deinem Arbeitgeber daher frühzeitig den nächsten Termin mit. Außerdem bist du verpflichtet, die Untersuchung in deiner Freizeit vornehmen zu lassen, wenn sich dies ohne Umstände einrichten lässt. Die Kosten für die Leistungen werden von der Krankenkasse übernommen.

Geschrieben von

Jasmin
Jasmin
Hebamme

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