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Ananas in der Schwangerschaft: Löst sie vorzeitige Wehen aus?

Bestimmte Lebensmittel stehen immer wieder im Verdacht, während der Schwangerschaft Fehl- oder Frühgeburten auszulösen. Das gilt auch für die Ananas. In diesem Artikel erfährst du, was an dem Gerücht dran ist und was das Enzym Bromelain damit zu tun hat.

Unser Schwangerschafts- und Geburtsvorbereitungskurs begleitet dich durch alle SSW und gibt dir hilfreiche Tipps rund um das Thema Geburt. 

Kann der Verzehr von Ananas Wehen auslösen?

Keine Sorge, durch den Verzehr von Ananas kommt es nicht zu einer Fehlgeburt oder zu Schäden beim ungeborenen Kind. Da das enthaltene Bromelain jedoch Einfluss auf deine Blutgerinnung haben kann, solltest du die Frucht nicht jeden Tag genießen. Ab und zu ist sie jedoch vollkommen in Ordnung. Sie bietet sogar eine Reihe an Vorteilen, unter anderem hilft sie gegen Wasser in den Beinen.

Mit diesen Nährstoffen kann die Ananas punkten

In dem Obst sind eine Reihe an essenziellen Vital- und Mineralstoffen sowie Spurenelementen enthalten. Sie bestehen unter anderem aus Mangan, Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor. Darüber hinaus versorgen sie dich mit Jod, Eisen und Zink. Zudem verfügt die Frucht über einen hohen Vitamin-C-Gehalt, Beta-Carotin (Vitamin A), Vitamin E und Vitamin B6. Ein besonderes Plus: In dem Obst ist Serotonin enthalten, das sogenannte Glückshormon. Der Genuss ist daher für Schwangere nicht nur gesund, sondern führt auch zu guter Laune. Das ist besonders bei einer erhöhten Emotionalität in der Schwangerschaft hilfreich. Schließlich enthalten die gesunden Früchte Bromelain, über das du im Folgenden noch mehr erfahren wirst.

Kalorien – Pro 100 g Fruchtfleisch enthält Ananas 55 kcal.

Warum du als Schwangere Ananas essen solltest

Wenn du in der Schwangerschaft ab und zu Ananas isst, dann kann dies auf deinen Körper und auf dein Baby diverse positive Effekte haben. Die Früchte helfen unter anderem bei der Entgiftung. Dein Körper wird dadurch auf ganz natürliche Weise gereinigt. Zudem stärkt das enthaltene Vitamin C dein Immunsystem und das deines Babys. Ananas hilft bei Wasser in den Beinen – einer der typischen Schwangerschaftsbeschwerden. Darüber hinaus verleiht dir der Genuss ein noch glänzenderes Aussehen. Denn das Obst ist gut für Haut und Haare. Du profitierst also in jedem Fall von der wohl leckersten Schönheitskur der Welt.

Welche Lebensmittel du in der Schwangerschaft noch essen darfst – und welche besser nicht – erfährst du in unserem Ratgeber:

Das sollten Schwangere beim Verzehr von Ananas beachten

In Ananas ist das Enzym Bromelain enthalten. Dieses kann zwar nicht zu vorzeitigen Wehen führen, aber du solltest es in der Schwangerschaft trotzdem nicht in größeren Mengen zu dir nehmen. Es ist noch nicht geklärt, ob das Enzym die Blutgerinnung stören könnte. Darüber hinaus kann das enthaltene Enzym für eine taube Zunge oder wunde Mundwinkel sorgen. Ananassaft solltest du während der Schwangerschaft ebenfalls in kleinen Mengen trinken. Fruchtsäfte aus dem Supermarkt enthalten meist hohe Mengen an Zucker. Dieser kann die Entstehung einer Gestationsdiabetes begünstigen, da der Körper in der Schwangerschaft manchmal weniger gut mit Zucker umgehen kann.

Ananas: druckempfindlich und nicht lange haltbar

Eine reife Ananas sollten schwangere Frauen zeitnah verzehren, da sie nicht lange genießbar bleibt. Reife Früchte erkennst du an den Blättern – wenn diese etwas lockerer an der Ananas hängen, dann schmeckt diese am besten. Achte darauf, die Frucht nicht zu quetschen, da sie zu Druckstellen neigt. Am besten kannst du sie bei Zimmertemperatur aufbewahren. Sie hält sich dann einige Tage.

Bei einer bereits aufgeschnittenen Frucht solltest du die Stücke in einer luftdicht verschließbaren Dose aufbewahren. So können sich Krankheitserreger nicht so schnell auf der Oberfläche vermehren. Wir würden dir in der Schwangerschaft jedoch empfehlen, die Frucht innerhalb eines Tages aufzubrauchen. Tipp: Wenn dir das zu viel Aufwand ist, kannst du auch zu Dosenananas greifen. Diese enthält jedoch mehr Zucker und weniger Vitamine als frische Ananas. Dosenananas sollte daher eher selten auf deinem Speiseplan stehen.

Gut zu wissen: Hat dir nach dem Genuss von Ananas auch schon mal die Zunge gebrannt? Dafür ist ebenfalls das Bromelain verantwortlich.

Fazit: Führt die Ananas zu Fehlgeburten?

Nein, das Essen von Ananas in der Schwangerschaft kann keine Fehlgeburten oder vorzeitigen Geburten auslösen. Grund für das hartnäckige Gerücht ist das Enzym Bromelain. Dieses könnte möglicherweise einen Einfluss auf die Blutgerinnung haben – dies ist jedoch nicht bestätigt. Sicher ist aber, dass der Genuss von zu viel Ananas zu einer tauben Zunge oder brennenden Mundwinkeln führen kann. Schuld daran ist ebenfalls das Bromelain. Du solltest daher auch außerhalb der Schwangerschaft nicht zu viel davon essen. Ansonsten ist die exotische Frucht aber sehr gesund und versorgt dich mit wichtigen Nährstoffen.

Geschrieben von

Jasmin
Jasmin
Hebamme

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